<XML><RECORDS><RECORD><REFERENCE_TYPE>3</REFERENCE_TYPE><REFNUM>9339</REFNUM><AUTHORS><AUTHOR>Cockshott,W.P.</AUTHOR><AUTHOR>Dieterich,H.S.</AUTHOR><AUTHOR>Cottrell,A.</AUTHOR></AUTHORS><YEAR>2010</YEAR><TITLE>Oekonomisches Uebergagnsprogramm zum Sozialismus des 21. Jahrhundreds in der Europaischen Union</TITLE><PLACE_PUBLISHED>Conference Proceedings Sozialismus XXI, Berlin</PLACE_PUBLISHED><PUBLISHER>N/A</PUBLISHER><PAGES>29-54</PAGES><ISBN>3-932210-08-05</ISBN><LABEL>Cockshott:2010:9339</LABEL><KEYWORDS><KEYWORD>Geld</KEYWORD></KEYWORDS<ABSTRACT>Den Schwerpunkt und sicherlich bedeutendsten Teil der Konferenz machten aber die Ausführungen von Paul Cockshott, University of Glasgow, Schottland aus. Cockshott stellte in seinem spannenden und klaren Vortrag die Grundzüge des ökonomischen Übergangsprogramms für den Sozialismus des 21. Jahrhunderts vor. Das Übergangsprogramm ist dabei bereits sehr konkret und verläuft auf Ebene der europäischen Union in 3 Stufen. Für Cockshott ist es eine Notwendigkeit, dass der Transformationsprozess auf europäischer Ebene verläuft und die EU auch innerhalb der Linken und der Arbeiterbewegung endlich als das tatsächliche übergeordnete Machtzentrum begriffen werden muss. Widerstand und alternative Politik darf nicht mehr auf der nationalstaatlichen Ebene stehen bleiben, wenn sie nicht wirkungslos bleiben will. In den Mittelpunkt des Übergangsprogramms stellt Cockshott das verfassungsmäßige Recht jedes Menschen auf den vollen Wert der von ihm erbrachten Arbeit(szeit), um die Ausbeutung der Arbeitskraft zu beenden. Diese Maßnahme stellt Cockhott über Verstaatlichungen und Enteignungen, die allein schon aus propagandistischen Gründen ungeeignet seien, Mehrheiten herzustellen. In einem zweiten Schritt solle der Wert des Euro durch eine Kopplung an die in der Eurozone geleisteten Arbeitsstunden stabilisiert werden, um inflationäre Tendenzen durch die Wirtschaftskrise zu vermeiden bzw. abzufangen. Zusätzlich soll der Wert der Arbeitszeit auf den Banknoten abgedruckt werden. Momentan entsprechen 2 Minuten Arbeit ungefähr einem Euro, eine Stunde Arbeit führt in der EU zu einem monetären Gegenwert von 30 €. Dies sei wichtig für einen pädagogischen Effekt, so Cockshott. Jedem Menschen, der weniger als 30 € pro Stunde verdiene, stelle sich dann die Frage, wo der Differenzbetrag bliebe. Die Ungerechtigkeit, die heute noch hinter der Kategorie „Lohn“ (Geld) versteckt wird, wäre viel offensichtlicher als heute.</ABSTRACT><URL>http://www.puk.de/de/nhp/puk-downloads/sozialismus-xxi-deutsch.html</URL></RECORD></RECORDS></XML>